Elmar Gunsch |
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Täglich erreicht uns eine Flut an Eindrücken, denen wir uns kaum entziehen können. Diese Botschaften drängen sich uns auf – lautstark, bildhaft. In beinahe allen Lebensbereichen werden wir im Drei-Sekunden-Takt attackiert. Bildergeschichten purzeln aus dem Fernsehgerät in die Wohnzimmer. Aus dem Autoradio plärren Musik und Information. Plakatwände sind Blickfänge für die Augen. Die Internetverbindung schafft virtuelle Kontakte in alle Welt. Und das alles passiert in einem unglaublichen Tempo, nahtlos, ohne uns Zeit zu lassen, Gehörtes oder Gesehenes in uns abzusetzen und wieder abrufbar zu machen. Hier traut sich nun einer, ohne Pomp, ohne zuckende Lichtkaskaden, ohne Kulisse, einfach vor Sie hinzutreten und Sie mitzunehmen auf eine Reise in das Reich der Fantasie. Allein das Wort soll Bilder in Ihren Köpfen entstehen lassen. Musik ist die Brücke, in der die Inhalte nachklingen können. Musik ist aber auch ein eigenständiges Element, das individuelle Vorstellungen zu stimulieren vermag.
Diese Dichtung, ob mündlich überliefert, ob aufgeschrieben und von Dichtern verändert, ist die Chance, die wir haben, unsere Tagträume auszuleben, die der Mensch ebenso braucht, wie den Schlaf. Im Schlaf erholt sich der Körper, schöpft Kraft für den neuen Tag. Im Tagtraum nimmt der Mensch Abstand vom Alltag, wirft er den Ballast ab, der ihm das Atmen, das Denken erschwert.
Elmar Gunsch:
Dass Sie, meine Damen und Herren, in diese Vorstellung gekommen sind, sagt doch, dass Sie an die Kraft Ihrer eigenen Fantasie glauben, auch wenn andere sagen, Sie seien zu alt. Kein Mensch ist zu alt, seine Fantasie auszuleben.
Weitere Themen (Auszüge)
- Reise ins Reich der Fantasien
- Gaumenfreuden und Ohrenschmaus
- Besinnliches zum Advent